{"id":276,"date":"2022-11-06T18:42:03","date_gmt":"2022-11-06T18:42:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.japanisches-bayern.de\/?page_id=276"},"modified":"2022-11-06T18:42:03","modified_gmt":"2022-11-06T18:42:03","slug":"nachtrag-zum-katalog-der-siebold-ausstellung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.japanisches-bayern.de\/?page_id=276","title":{"rendered":"Nachtrag zum Katalog der Siebold-Ausstellung"},"content":{"rendered":"\n<p>Vom 11. Oktober 2019 bis 26. April 2020 pr\u00e4sentierte das Museum F\u00fcnf Kontinente (das fr\u00fchere V\u00f6lkerkundemuseum) in M\u00fcnchen eine umfangreiche Schau unter dem Titel \u201eCollecting Japan\u201c. Dabei ging es um das \u201eJapanische Museum\u201c von Philipp Franz von Siebold, dem Japanforscher des 19. Jahrhunderts aus W\u00fcrzburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Werbeflyer f\u00fcr die Ausstellung ist er als junger Mann zu sehen, er wurde portr\u00e4tiert, als er gerade von seinem ersten Aufenthalt in Japan von 1823 bis 1829 zur\u00fcckgekehrt war. Doch das \u201eJapanische Museum\u201c von Siebold, aus dem nun eine gr\u00f6\u00dfere Auswahl aus dem Bestand des Museums gezeigt wurde, entstand w\u00e4hrend Siebolds zweitem Aufenthalt von 1859 bis 1862 und wurde von ihm pers\u00f6nlich ab Mai 1866 in den S\u00e4len der Hofgartenarkaden in M\u00fcnchen dem M\u00fcnchner Publikum vorgestellt. Er hatte die Hoffnung, dieses \u201eJapanische Museum\u201c dem bayrischen Staat verkaufen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine Hoffnung erf\u00fcllte sich aber erst nach seinem Tod 1866. Die Familie Von Siebold musste l\u00e4ngere Zeit nach einem K\u00e4ufer suchen; erst 1874 \u00fcbernahm dann der bayerische Staat die Sammlung, die sich zu einem Grundpfeiler der ostasiatischen Abteilung des damaligen V\u00f6lkerkundemuseums entwickelte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitglieder der Deutsch-Japanischen Gesellschaft durften von Zeit zu Zeit in die unterirdischen Depots des Museums hinabsteigen und einige der von ihm zusammengetragenen japanischen Objekte genauer studieren. Die Erwartungen waren also hoch, denn schon lange hatte man auf eine umfangreiche Siebold-Ausstellung gehofft.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gelang dem Museums aber nicht, den geplanten Begleitkatalog rechtzeitig zur Er\u00f6ffnung zu publizieren, ein Wermutstropfen, denn das Interesse der Besucher war gro\u00df, N\u00e4heres \u00fcber Siebold und seine beiden Aufenthalte im fr\u00fchen 19. Jahrhundert in Japan zu erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch nun ist im Fr\u00fchjahr 2022 eine Ausgabe des geplanten Katalogs erschienen, allerdings in Japan und in japanischer Sprache. Das \u201eNational Museum of Japanese History\u201c, der Kooperationspartner der Siebold-Ausstellung von 2019\/2020, hat sich um \u00dcbersetzung und Herausgabe bem\u00fcht. Und der Verlag Rinsen Book Co. in Kyoto hat den Katalog mit dem Titel <a href=\"https:\/\/www.kosho.or.jp\/products\/detail.php?product_id=360909608\">\u201eShiboruto no nihonhakubutsukan\u201c<\/a> (Siebold&#8217;s Japanese Museum) als Teil drei in die Reihe \u201eIbunka o tsutaeta hitobito (Transmitters of Another Culture) aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch besteht aus vier Kapiteln von Bruno J. Richtsfeld (M\u00fcnchen), Udo Beireis (W\u00fcrzburg), Hans Bjarne Thomsen (Z\u00fcrich) und von mir selbst. Es enth\u00e4lt zahlreiche Abbildungen, vor allem der Objekte in der damaligen Siebold-Ausstellung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Katalog soll zwar auch in deutscher Sprache erscheinen, doch das Herausgabedatum ist unbestimmt. Wer sich f\u00fcr Siebold und seine Japansammlung interessiert, muss also noch etwas warten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 11. Oktober 2019 bis 26. April 2020 pr\u00e4sentierte das Museum F\u00fcnf Kontinente (das fr\u00fchere V\u00f6lkerkundemuseum) in M\u00fcnchen eine umfangreiche Schau unter dem Titel \u201eCollecting Japan\u201c. Dabei ging es um das \u201eJapanische Museum\u201c von Philipp Franz von Siebold, dem Japanforscher des 19. Jahrhunderts aus W\u00fcrzburg. 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